Nach über zehn Jahren werden unsere Berufsprüfungen und höheren Fachprüfungen revidiert. Die Nutzung von Synergien, Entwicklung einer gemeinsamen Sprache und Stärkung der Modularisierung stehen dabei im Zentrum. Denn für uns ist klar, das beste Kundenerlebnis entsteht, wenn alle Bereiche Hand in Hand gemeinsam dazu beitragen.
Hier informieren wir regelmässig über Aktuelles aus dem mit Bundesgeldern unterstützten Revisionsprojekt.
Folgende Berufe werden revidiert:
- Fachausweise: Chef de Réception, Bereichsleiterin/Bereichsleiter Restauration, Sommelière/Sommelier und Chefköchin/Chefkoch und Diätköchin/Diätkoch
- Eidg. Diplome: Küchenchefin/Küchenchef, Leiterin/Leiter Gemeinschaftsgastronomie, Leiterin/Leiter Restauration und Leiterin/Leiter Hotellerie-Hauswirtschaft
Du möchtest einen Blick auf die bisherigen Meilensteine werfen? Hier erfährst du mehr über die Entwicklung.
Zulassung und Prüfungsgestaltung, ab August 2026
Als nächstes steht die Überprüfung der heute geltenden Vorgaben zu der Zulassung an die Prüfung sowie die Gestaltung der Prüfungsformen an. Gemeinsam mit Fachpersonen möchten wir diese beiden wichtigen Themen im vierten Quartal spiegeln. Hierzu laden wir alle Personen ein, die einen entsprechenden Fachausweis oder ein eidg. Diplom absolviert haben, sich für eine Mitarbeit bei uns zu melden. Wir hoffen auf euer Verständnis, dass nur eine begrenzte Anzahl Personen mitdiskutieren können. Deshalb gilt grundsätzlich: first come, first serve. Melde dich unter „Mach mit!“ an.
Branchenbefragung, Juli bis Mitte August 2026
Während des Sommers konnten interessierte Personen eine Rückmeldung zu den erarbeiteten Qualifikationsprofilen geben. Begleitend zur Onlineumfrage, in der die Rückmeldungen gesammelt wurden, fanden drei Get-Together statt, an denen Fragen gestellt werden konnten und man sich innerhalb der Branche vernetzen und austauschen konnte.
Februar bis Juni 2026
Fachpersonen aus allen Trägerverbänden haben intensiv an der Ausgestaltung der Qualifikationsprofile (Q-Profile) gearbeitet. Ein Q-Profil besteht jeweils aus folgenden drei Teilen: Handlungskompetenzenraster (Übersicht der Handlungskompetenzen), den Leistungskriterien und einer Beschreibung des Berufs in einem Berufsbild. Das Q-Profil dient dazu, die Handlungskompetenzen abzubilden und den Beruf für Laien verständlich und greifbar zu machen. Das Q-Profil gibt jedoch keine Auskunft über folgende Faktoren:
- Keine Aussage über die Tiefe und Gewichtung der einzelnen Handlungskompetenzen
- Keine Beschreibung von Dauer, Inhalt und Form eines vorbereitenden Kurses oder Moduls
- Keine Informationen darüber, welche Themen wie und in welcher Tiefe geprüft werden
In mehreren fachübergreifenden Sitzungen wurde diskutiert, wie die Berufe beschrieben werden sollen, wo sich Kompetenzen eindeutig auf einen Beruf beschränken und wo wir in allen Berufen auch Gemeinsamkeiten finden. Im Resultat haben wir es geschafft, alle Berufe modern und zeitgemäss zu beschreiben.
Januar 2026
Gemeinsam mit den Mitträgerinnen H+ und ARTISET haben wir entschieden den Beruf Diätköchin mit eidg. Fachausweis/Diätkoch mit eidg. Fachausweis ebenfalls in die Revision aufzunehmen. Dieser Fachausweis ist noch eher neu, soll aber mit der Revision Chefköchin mit eidg. Fachausweis/Chefkoch mit eidg. Fachausweis und Küchenchefin mit eidg. Diplom/Küchenchef mit eidg. Diplom revidiert werden, um die Durchlässigkeit zu gewährleisten.
September bis November 2025
Rund 100 Personen aus der Branche nahmen an 3 «Fokuskorkshops» in Weggis, Sion und Zürich teil. Darunter befanden sich Expertinnen und Experten, Lehrpersonen, Absolventinnen und Absolventen sowie aktuelle Lehrgangsteilnehmende aller Berufe. Basierend auf den Umfrageergebnissen vom August 2025 haben wir gemeinsam folgende Fragen diskutiert:
- Durchlässigkeit: Wie können die Zulassungsbedingungen verlässlich, aber auch durchlässiger gestaltet werden?
- Kompetenzen: Wie kann die Kompetenz des Berufsbildes aufgebaut werden?
- Prüfung: Sind wir mit der heutigen Form der Abschlussprüfung noch zeitgemäss?
Die Inputs und die unglaubliche Offenheit für Neues haben uns positiv überrascht und dazu beigetragen auf einer gemeinsamen Basis die Bildungslandschaft der höheren Berufsbildung in Hotellerie und Gastronomie weiterentwickeln zu können.
August 2025
Im Rahmen einer Absolventinnen- und Absolventen-Befragung haben wir wertvolle Anhaltspunkte erhalten, wo und wie eine Modernisierung stattfinden soll.
So kam es zur Revision der Berufsprüfungen und höheren Fachprüfungen:
Unsere Berufe der höheren Berufsbildung wurden seit mindestens 10 Jahren nicht mehr revidiert. In der Zwischenzeit hat sich die berufliche Grundbildung geändert, neue Berufe sind dazu gekommen, andere wurden vollumfänglich erneuert. Ausserdem hat sich unsere Umwelt grundlegend verändert. Es war Zeit, die Situation zu überdenken. Dabei haben wir uns gefragt, welche Handlungskompetenzen benötigt werden, wie die Durchlässigkeit der Berufe gefördert werden kann und welchen Mehrwert wir durch ein modulbasiertes Prüfungskonzept schaffen können.
Du interessierst dich für mehr Details? Diese findest du im «Konzept Revisionen HBB».
Wichtiger Hinweis: Die Revision zielt hauptsächlich darauf ab, die Formulierungen der Handlungskompetenzen zu aktualisieren, die Prüfungsformen anzupassen und die bestehenden Berufe zeitgemäss weiterzuentwickeln. Die Berufe selbst, ihre Bezeichnungen und Identifikationsbereiche werden dabei nicht infrage gestellt. Geprüft werden vor allem veränderte Anforderungen des Berufsalltags, die Auswirkungen der Digitalisierung und die Interaktivität und Kommunikation zwischen allen Anspruchsgruppen. Die parallel laufende Gesamtüberprüfung der beruflichen Grundbildung «Gastgewerbliche Grundbildung 2030» hat auf die Revision der höheren Berufsbildung noch keine Auswirkung. Allerdings wissen wir schon heute, dass die Anpassungen der beruflichen Grundbildung eine erneute Revision der höheren Berufsbildung nach sich ziehen werden. Ziel der jetzigen Revision ist es deshalb, die heutigen Berufe konsistent, durchlässig und anschlussfähig an bereits erfolgte Entwicklungen in der beruflichen Grundbildung zu gestalten. Gleichzeitig soll das modulare System gestärkt werden, damit es künftige Veränderungen auch im Hinblick auf Titelzusätze «Professional Bachelor» und «Professional Master» besser aufnehmen kann. Das SBFI hat dem Konzept zugestimmt.
Danke! Du bist nur noch wenige Angaben davon entfernt, die Weiterbildungen von morgen mitzugestalten.