Revision Höhere Berufsbildung

So kam es zu der umfassenden Revision der Fachausweise und Diplome:

Unsere Berufe der höheren Berufsbildung wurden seit mindestens 10 Jahren nicht mehr revidiert. In der Zwischenzeit hat sich die berufliche Grundbildung geändert, neue Berufe sind dazu gekommen, andere wurden vollumfänglich erneuert. Ausserdem hat sich unsere Umwelt grundlegend geändert. Es war Zeit, die Situation zu überdenken. Folgende Fragen haben wir uns gestellt:

  • Wie begeistern wir Menschen für eine Weiterbildung in unserer Branche?
  • Was beeinflusst die Wahl einer Weiterbildung und sollte berücksichtigt werden?
  • Welche neuen Handlungskompetenzen (Fachkompetenz) sollen je Berufsbild erlangt werden?
  • Wie schaffen erlangen wir eine möglichst hohe Durchlässigkeit in unseren Berufen?
  • Welchen Mehrwert schaffen wir durch ein modulbasiertes Prüfungskonzept?

Im Rahmen eines Vorprojekts haben wir untersucht, welche Qualifikationen die heutigen Berufsbilder abdecken, welche einen Veränderungsbedarf aufweisen:

  • Entsprechen die Berufsbilder dem heutigen Qualifikationsbedarf?
  • Entsprechen die Handlungskompetenzen der heutigen beruflichen Realität?
  • Welche Qualifikationen identifizieren das Berufsbild eindeutig? Welche Kompetenzen sind branchenspezifisch und bieten Potential, branchenübergreifende Kompetenzen zu erlangen?
  • Ist die Durchlässigkeit der revidierten Berufe auf Sekundarschule II und damit der heutigen Berufslandschaft für alle Berufe gegeben?

Neben dem Bedarf der Anpassung der Qualifikationsprofile an die heutigen beruflichen Realumstände werden folgende Ziele verfolgt:

  • Berücksichtigung der Megatrends unter den Perspektiven der Gesellschaft und Individuen
  • Überprüfung der zentralen Kompetenzen, deren Anforderung und Leistungskriterien, um die Berufsbilder zu aktualisieren
  • Synergieeffekte der betriebswirtschaftlichen und branchenorientierten Handlungskompetenzen nutzen, um gemeinsame theoretische Grundlagen als Transfer im Kontext zu den Berufsbildern zu entwickeln
  • Berücksichtigung einer zeitgemässen Persönlichkeitsentwicklung sowie im Umgang mit anderen am Arbeitsprozess beteiligten Rollen
  • Durchlässigkeit der Sekundarstufe II und Tertiärstufe B stärken, sowie die vertikale, horizontale und diagonale Durchlässigkeit innerhalb der Tertiärstufe B
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung mit den Dimensionen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt

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